Auf der Rehefelder Straße in Pieschen entsteht ein neuer Fußgängerüberweg. Das Straßen- und Tiefbauamt hat am Montag, 7. September 2026 mit den Arbeiten in Höhe der Robert-Matzke-Straße begonnen. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis Ende November dauern. 
Der Fußgängerüberweg erhält eine Gehwegvorstreckung. Damit verkürzt sich der Weg über die Fahrbahn. Die bisherige Bordabsenkung wird verbreitert. Außerdem passt die Stadt das Blindenleitsystem im gesamten Kreuzungsbereich an und installiert zusätzliche Beleuchtung.
Die Maßnahme soll die Schulwegsicherheit an der Oberschule Pieschen und der 26. Grundschule verbessern. Sie ist als Maßnahme Nummer 59 Bestandteil der Fußverkehrsstrategie der Landeshauptstadt Dresden.
Forderung besteht seit 2018
Bereits im Mai 2018 sprach sich der damalige Ortsbeirat Pieschen auf Antrag der SPD für einen Fußgängerüberweg an dieser Stelle aus (Pieschen-Aktuell vom 9. Mai 2018). In der 2022 vom Stadtrat beschlossenen Fußverkehrsstrategie erhielt der Standort die höchste Priorität.
Im Juli 2025 fragte der Pieschener Stadtrat Stefan Engel von der SPD nach dem Stand der Planungen. Damals war der Bau für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Nachdem die Arbeiten im Frühjahr nicht begonnen hatten, stellte Engel eine weitere Anfrage. Daraufhin nannte der Oberbürgermeister den 7. September als Termin für den Baustart.
Engel bezeichnet den Zeitraum zwischen Beschluss und Umsetzung als zu lang. Nach seiner Einschätzung soll der Überweg insbesondere Kindern und älteren Menschen das Queren der Rehefelder Straße erleichtern. Er verweist dabei auf die beiden Schulen und ein Pflegeheim im Umfeld. Zudem erwartet er eine beruhigende Wirkung auf den Verkehr.
Rehefelder Straße wird zur Einbahnstraße
Während der Bauzeit ist die Fahrbahn halbseitig gesperrt. Die Rehefelder Straße wird in dieser Zeit als Einbahnstraße in nördlicher Richtung ausgeschildert. Der Kraftfahrzeugverkehr in südlicher Richtung wird über die Wurzener Straße, Leisniger Straße und Bürgerstraße umgeleitet.
Die Robert-Matzke-Straße wird im Verlauf der Arbeiten abschnittsweise vollständig gesperrt. Fußgänger werden durch das Baufeld geführt. Radfahrer fahren in nördlicher Richtung auf der Fahrbahn. In südlicher Richtung müssen sie ihr Fahrrad entlang der Fußgängerführung durch das Baufeld schieben.
Kosten von rund 175.000 Euro
Die P+S Pflaster- und Straßenbau GmbH sowie der Regiebetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen der Landeshauptstadt Dresden führen die Arbeiten aus. Die Gesamtkosten liegen bei rund 175.000 Euro.






Also grundsätzlich bin ich dafür, die Position der Fußgänger zu stärken. Ich bin mir aber irgendwie nicht sicher, ob diese Stelle eine besonders hohe Priorität hat. Nach meiner Beobachtung gibt es selten ein so hohes Verkehrsaufkommen, dass die Querung der Straße schwierig ist.
Wenn man sich dagegen den Schulweg von der Haltestelle S-Bahnhof Pieschen zur Gemeinschaftsschule auf der Robert-Matzke-Straße ansieht, wäre eine sichere Lösung für Fußgänger am Leisniger Platz sehr wichtig. Die meisten Autofahrer (auch Lkw-Fahrer und Busfahrer, die nur mit Schrittgeschwindigkeit abbiegen dürfen!) fahren vom Leisniger Platz kommend auf die Leisniger Straße als Rechtsabbieger, als ob es kein morgen gibt. Die Fußgänger sind inzwischen (zur eigenen Sicherheit) so konditioniert, dass Autos immer Vorrang gewährt wird. Dabei müssten die Rechtsabbieger die Fußgänger beachten. Nur scheint das niemanden zu interessieren. Hier wäre es wichtig, mit regelmäßigen Verkehrskontrollen ein Signal zu setzen oder noch besser durch eine Anpassung der Verkehrssituation mehr Sicherheit zu schaffen.
Vielen Dank für den Hinweis, ja, diese Ecke ist mir auch schon einmal aufgefallen. Allerdings scheinen die Kids da wohl wachen Auges zu sein. Laut Unfallatlas gab es an der Ecke in den vergangenen zehn Jahren einen Unfall mit Fußgängerbeteiligung.